13 Aug 2026

Neuer Vorsitz bei der GGL: Hochgrebe übernimmt Verantwortung vor der Vertragsprüfung

Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz der GGL im Juli 2026

Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres in Berlin, hat am 1. Juli 2026 den rotierenden Vorsitz des Verwaltungsrats der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen und folgt damit auf Sandro Kirchner aus Bayern, während die Behörde sich auf die erste vollständige gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss.

Der Übergang an der Spitze der Behörde

Hochgrebe übernimmt die Leitung in einer Phase, in der die GGL ihre Aufsichtsfunktionen über Online-Glücksspiele wie Sportwetten, virtuelle Automatenspiele und Poker weiter ausbaut, wobei der Vertrag klare Limits für Einsätze, Werbung und Spielerschutz festlegt, und Beobachter stellen fest, dass solche Wechsel in der rotierenden Struktur der Länderbehörde regelmäßig stattfinden, um regionale Expertise einzubringen.

Die GGL, die seit ihrer Gründung als gemeinsame Einrichtung der Bundesländer agiert, konzentriert sich auf die Umsetzung des GlüStV 2021, der illegale Anbieter bekämpft und legale Kanäle stärkt, während Daten aus vorherigen Berichten zeigen, dass die Kanalisierungsquote bei legalen Angeboten schrittweise gestiegen ist.

Vorbereitung auf die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags

Der Vertrag regelt seit 2021 den Markt für Online-Glücksspiele mit Vorgaben zu Lizenzvergabe, Spielsuchtprävention und Durchsetzung gegen unzulässige Anbieter, und die anstehende Überprüfung wird Aspekte wie die Wirksamkeit der Kanalisierung, die Effizienz von Maßnahmen gegen illegale Plattformen sowie mögliche Anpassungen am Regelwerk untersuchen, wobei Experten die Frist bis Ende 2026 als entscheidend für zukünftige Anpassungen betrachten.

Im Juli 2026 begann die GGL bereits mit internen Vorbereitungen für diese Bewertung, die Daten zu Spielerverhalten, Marktentwicklung und Vollzugsstatistiken einbeziehen wird, und Behördenvertreter haben betont, dass die Ergebnisse in den politischen Diskurs der Länder einfließen sollen.

Aktuelle Entwicklungen und Zuständigkeiten

Als neuer Vorsitzender bringt Hochgrebe Erfahrung aus der Berliner Innenverwaltung mit, wo er sich unter anderem mit Sicherheitsfragen und regulatorischen Themen befasst hat, während Kirchner während seiner Amtszeit den Fokus auf die Harmonisierung der Länderinteressen legte, und solche Übergänge erfolgen turnusmäßig, um die gemeinsame Verantwortung der 16 Bundesländer widerzuspiegeln.

Blick auf regulatorische Entwicklungen bei der GGL und dem Glücksspielstaatsvertrag

Die GGL hat in den vergangenen Monaten verstärkt gegen nicht lizenzierte Anbieter vorgegangen, und Statistiken zeigen eine Zunahme von Sperrungen sowie Kooperationen mit Zahlungsdienstleistern, die illegale Transaktionen erschweren, während der Vertrag klare Rahmenbedingungen für legale Sportwetten und Online-Casino-Spiele vorgibt.

Relevanz für den deutschen Glücksspielmarkt

Der GlüStV 2021 sieht Limits bei Einzahlungen und Werbebeschränkungen vor, die während der Evaluierung auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden, und Vertreter der Länder haben angekündigt, dass Feedback von Lizenznehmern, Spielerschutzorganisationen und Marktforschern einbezogen wird, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Im August 2026 plant die Behörde weitere Abstimmungen mit den Ländern, um den Evaluierungsprozess strukturiert voranzutreiben, und Wechsel im Verwaltungsratsvorsitz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder wird als wichtiger Schritt in dieser Phase gesehen.

Zusammenfassung

Die Übernahme des Vorsitzes durch Christian Hochgrebe markiert einen routinemäßigen Wechsel in der Führung der GGL, der mit den Vorbereitungen auf die umfassende Prüfung des Glücksspielstaatsvertrags bis Ende 2026 zusammenfällt, und die Behörde bleibt weiterhin auf die Durchsetzung der bestehenden Regeln sowie die Sammlung relevanter Daten ausgerichtet, die für mögliche Anpassungen genutzt werden können.